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Holzwickede um 1900


Eine Arbeitsgruppe des Historischen Vereins ist derzeit damit beschäftigt, ein über einhundert Jahre altes Adressbuch mit Adressen aus Holzwickede, Hengsen und Opherdicke für die heutige Zeit lesbar zu machen. Das Adressbuch liegt in der früher üblichen gebrochenen Druckschrift vor, die heute viele Menschen gar nicht oder nur mit Mühe noch lesen können.

Ziel des Projekts ist es, alle Angaben aus dem Adressbuch in heute lesbare Form zu übertragen und damit sowohl für heutige Menschen leicht lesbar zu machen und gleichzeitig die Auswertung per Computer zu erleichtern. Per Knopfdruck erhält man später eine Liste aller Bergarbeiter oder aller Landwirte, kann sehen, wer alles unter einer gemeinsamen Adresse gelebt hat und vieles mehr. "Natürlich ist das alles auch mit der alten Fassung in Handarbeit möglich", so Projektleiter Andreas Heidemann vom Historischen Verein, aber nach ordentlicher Vorbereitung gebe der Computer die Antworten wesentlich schneller. "Und er verzählt sich nicht", so Heidemann.

In Ermangelung eines Programms zum automatischen Erkennen der alten Druckschrift werden alle Adressen durch Freiwillige von Hand erfasst und dann in einer zentralen Datei wieder zusammengeführt. Der erste Ortsteil, das 1901 noch selbständige Hengsen ist bereits fertig erfasst, die Daten können hier schon in einer Excel-Liste betrachtet werden. Die ersten Ergebnisse des Projekts sind nicht überraschend: Jeder sechste hieß damals "Wilhelm", so wie der Kaiser, als sie geboren wurden. Und über die Hälfte der Familien in Hengsen war damals im Bergbau tätig oder tätig gewesen (Berginvalide).




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