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13.03.2015

"Servis" aus der Gemeindekasse


"Servis"

OPHERDICKE. Dank der Mithilfe des Kreisarchivars Josef Börste ist das Rätsel um den Tagesordnungspunkt 3 aus dem Protokoll der Opherdicker Gemeindeversammlung vom August 1884 gelöst. Das fragliche Wort heisst "Servis", meint in etwa das gleich klingende "Service" und ist in dieser alten Schreibweise heute unbekannt. Damals war dieses Wort im Amtsdeutsch allerdings sehr geläufig, so Börste.


Damit kann der Tageordnungspunkt drei wie folgt transkribiert werden:

III. Beschlussfassung über den zu leisten-
den Zuschuß aus der Gemeindekasse
zu dem Servis für die Verpflegung
der Maneuvertruppen.

Es wurde nach näherer Erörterung
einstimmig beschlossen, aus der Gemeinde-
kasse einen Zuschuss von fünfzig Pfge.
pro Mann und Tag zu dem
Servis zu zahlen.

Im Herbst 1884, weit vor der offiziellen Eröffnung des Standortübungsplatzes, sind in unserer Gegend also schon militärische Übungen durchgeführt worden. Der Betrag von "50 Pfennig pro Mann und Tag" konnte sich damals sehen lassen, sind das doch nach heutiger Kaufkraft (2015) schon knapp 3,50 Euro. Als "Zuschuss" für zentral eingekaufte Manöververpflegung auch heute nicht knauserig.




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